Fahrräder vor Bunker Zoutelande mit Besuchern bei Bunkerroute Zeeland

Fahrradtouren auf Walcheren – die Qual der Wahl!

Geplante Radtouren gibt es ja bekanntlich eine Menge und auf Walcheren in Zeeland sowieso. Stück für Stück, eine nach der anderen stellen wir euch hier bei Info-Zeeland.de solche 2-Rad-Trips vor – heute die Bunkerroute Zeeland. Ihr könnt Touren wahlweise durch urbane Landschaften oder durch die Natur unternehmen. Das ist auf Walcheren, wenn nicht gerade ein strammer Gegenwind bläst, überhaupt nicht anstrengend. Schließlich ist die Halbinsel in der Region Zeeland durch flaches Land par excellence geprägt! Aber das allein macht einen Trip mit dem Fahrrad vor Ort nicht besonders, auch wenn selbstverständlich die Tour auf dem Deich oder gemütliches Radeln durch die vielen Naturschutzgebiete echte Erholung verheißen mögen.

 

Achtet auf die Knotenpunkte: Diese auf Karte und Wegweiser verzeichneten Kreuzungen für den Fahrradverkehr geben Auskunft über Abzweige, Abkürzungen und besondere Tips für die Region – ein sehr simples und effizientes Leitsystem für alle Radler, die im Urlaub möglichst unkompliziert die Gegend genießen möchten.

 

Die Bunkerroute Zeeland – Geschichte erradeln

Fahrradgruppe auf Bunkerroute Zeeland am Polderhuis in Westkapelle

Fahrradgruppe auf Bunkerroute Zeeland am Polderhuis in Westkapelle

Besonders für alle an Geschichte interessierten Besucher empfehlen wir die Radtour entlang der Bunkerroute Zeeland auf Walcheren. Über rund 65 Kilometer führt der Weg entlang der imposanten, schaurig-schönen Schutzbauten aus dem Zweiten Weltkrieg. Wenn euch 65 Kilometer zu lang sind, könnt ihr die Runde auch in zwei Etappen abstrampeln. Entlang der Route kommt ihr an zwei sehr empfehlenswerten, thematisch passenden Museen vorbei. Beiden haben wir hier bei Info-Zeeland.de bereits eigene Artikel gewidmet. Es handelt sich um das Bunker- und Befreiungsmuseum in Zoutelande und das Polderhuis in Westkapelle.

 

Kriegszeugen aus Metall und Stein

Erklärschild in den Dünen von Zoutelande zum Bunkermuseum

Erklärschild in den Dünen von Zoutelande

Still, unbewegt und doch gigantisch: Die Bunker auf Walcheren präsentieren sich als handfeste Überbleibsel der einstigen deutschen Allmachtsfantasie vom Atlantikwall. Als Abwehrriegel an den Küsten Europas konzipiert, sollten die Schutzbauten dem Ansturm der Alliierten standhalten. Tatsächlich gab es auf Walcheren einige bedeutsame Landungsunternehmen im Zuge der Kriegshandlungen an der Westfront. Seit 1942 bauten die deutschen Besatzer, was das Zeug hält. Es entstanden örtlich ungezählte Bunker der Nazis. Die bei der Bunkerroute Zeeland zu besichtigenden Betonklötze sind Bestandteil des gut 5000 Kilometer langen Atlantikwalls, der von Südfrankreich bis nach Dänemark die Verteidigung des durch die  Nazis besetzten Europas möglich machen sollte.




Bunkerroute Zeeland – 80 Betonkolosse blieben erhalten

Die Bevölkerung Walcherens litt vor allem in den letzten Kriegsjahren. Der Preis der Freiheit war extrem hoch. Viele Einheimische ließen ihr Leben. Unter anderem wurden die Deiche durch die Royal Air Force bombardiert, um auf diese Weise auch die Bunkerlinie der Nazis aufzureißen. Natürlich wurden viele Bunkerbauten nach dem Sieg gegen die Deutsche Wehrmacht dem Erdboden gleichgemacht. Heute stehen aber immerhin noch gut 80 Stück dieser Kolosse im Sand, in den Dünen, auf dem Deich. Ihr solltet vor allem in der Gegend um Dishoek und Koudekerke Ausschau halten nach diesen Zeitzeugen vorzüglich erhaltener Kriegsbauten.
Bunker im Kornfeld - bei der Bunkerroute Zeeland

Bunker im Kornfeld – auf der Bunkerroute Zeeland gibt es davon 80 Stück

Fotos mit Bunkern in touristischer Kulisse empfinden manche vielleicht als etwas makaber oder gar zynisch. Aber vielleicht schaffst du ja den Spagat und hast ein besonders interessantes Bild gemacht. Dann her damit, wir veröffentlichen es in unserer Rubrik “Eure Tipps”. Schreib vielleicht einen kurzen Satz und deinen (Vor-)Namen dazu. Nutze den WhatsApp Button am Bildschirm oben rechts. Auf unseren sozialen Seiten kannst du über die Button in der rechten Sidebar posten. Oder: mail@info-zeeland.de

 

Rat für’s Rad zur Bunkerroute Zeeland

Schlafplätze und Esstisch im Bunkermuseum Zoutelande

Extrem eng ging es zu im Bunker von Zoutelande

Prinzipiell solltet ihr bei der Inspektion dieser dicken Betonbauten etwas Zeit einplanen. Denn neben den besonders gut erhaltenen Bunkern könnt ihr vor allem auch die abseitigen, durch spezielle Konstruktionen ausgezeichneten Anlagen anschauen. Auf Walcheren wurden während des Zweiten Weltkrieges natürlich auch Panzersperren gebaut, starke Abwehrriegel, deren Überreste neben den eigentlichen Bunkern ebenfalls mancherorts noch sichtbar sind.

 

Praktische Tipps zur Bunkerroute Zeeland:

  • Die Gesamtlänge beträgt um die 65 Kilometer – zum größten Teil auf Radwegen.
  • Die Bunkeranlagen befinden sich entlang der Westküste der Halbinsel. Der nordwestlichste Punkt befindet sich am Deich zwischen Domburg und Westkapelle, der südlichste in Ritthem, einem Vorort von Vlissingen.

Entlang der Bunkerroute findet ihr eine Menge empfehlenswerter Restaurants – auch viele fietscafés. Meine Vorlieben: Von leckeren Muscheln über Hummer bis hin zu den berühmten Austern sind vor allem die Früchte des Meeres auf der Speisekarte ein Tip – immer frisch und mit regionaler Raffinesse zubereitet.

  • Ihr könnt die Bunkerroute Zeeland mit dem Fahrrad auch abkürzen oder bequem in zwei Hälften splitten. Die Trennlinie liegt ungefähr in Höhe von Middelburg.
  • Die nördliche Halbrunde führt von nahe der Hauptstadt Zeelands durch Felder bis zum Deich zwischen Domburg – Westkapelle und dann große Teile entlang der Nordsee.
  • Bei der südlichen Halbrunde geht es von Middelburg entlang des Rad-Highlights Kanal nach Vlissingen und durch große Teile des dortigen Hafengebietes.
Viele Abschnitte der Bunkerroute Zeeland verlaufen auf einsamen Feldwegen

Viele Abschnitte der Bunkerroute Zeeland verlaufen auf einsamen Feldwegen

Wenn ihr mich fragt, beide Teilrunden sind wirklich empfehlenswert. Dank des Knotenpunktsystems ist es so gut wie ausgeschlossen, sich zu verfahren. Eine Karte, auch speziell zur Bunkerroute Zeeland, bekommt ihr in den Büros des VVV. Oder ihr nutzt die Fahrradapp des Touristikverbandes. Da könnt ihr die Runde schon in eurer Unterkunft auf eurem Handy planen.

 

Ein Beitrag von heer Jörki. Mehr von diesem Autor? Klickt dazu auf das Schaf.  

 

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