Das Schutzwehr zwischen Vrouwenpolder und Burgh-Haamstede

Wissen in drei Minuten: Sturmflutwehr Zeeland!

 

Details vom Schutzwehr zwischen Oosterschelde und Nordsee

Ein Gigant aus Stahl und Beton – das Schutzwehr zwischen Oosterschelde und Nordsee

Kurzportrait Sturmflutwehr – Die Fakten

Das Sturmflutwehr – niederländisch: Oosterscheldekering – wird häufig als eines der technischen Weltwunder der Moderne bezeichnet. Bei drohenden Sturmfluten und extremen Hochwasser kann die brausende Nordsee durch eine Vielzahl gigantischer Tore von der Oosterschelde und damit vom gefährdeten Hinterland abgetrennt werden. Das funktioniert quasi wie ein gigantisches Garagentor.
  • Inbetriebnahme: Oktober 1984
  • Gesamtlänge: Neun Kilometer – das eigentliche Wehr vier Kilometer
  • Konstruktion: 65 Pfeiler, 62 Tore mit einem Einzelgewicht von bis zu 500 Tonnen
  • Schließzeit: 75 Minuten
Top-Tipp Vrouwenpolder: das Sturmwehr

Das Sturmwehr am Ende des Strands von Vrouwenpolder

Kurzportrait Sturmflutwehr – Zur Geschichte

Auslöser für die gesamte Küstensicherung in Südholland war die verheerende Sturmflut im Jahr 1953. Dabei kamen fast 2.000 Menschen ums Leben. Die betroffene Küste wurde daraufhin fast überall eingedeicht. Dadurch wurde nahezu die komplette Deltaregion von Rhein-Maas-Schelde mit einem Abschlussdeich vom Meer abgetrennt. Im Bereich der Oosterschelde hätte kein Austausch des Wassers mit der Nordsee mehr stattgefunden. Auf Dauer wäre die Oosterschelde zu einem Süßwassersee geworden. Nachdem die ersten Kilometer eingedeicht wurden, regte sich Protest, vor allem weil die Muschelbänke und das perfekte Ökosystem des Gewässers für immer verloren gegangen wären. Es wurde umgeplant. So entstand auf einer Länge von vier Kilometer das größte Sturmflutwehr der Welt. Statistisch müssen die Tore einmal im Jahr wegen extremen Hochwasser geschlossen werden.

 

Radfahrer auf dem Sturmwehr

Radfahrer auf dem Sturmwehr

Kurzprotrait Sturmflutwehr – Touristik

Durch die gigantische Konstruktion blieb die Oosterschelde als intaktes Ökosystem erhalten. Das Gewässer ist heute der größte Nationalpark in unserem Nachbarland. Das Wehr selbst ist eine touristische Attraktion. Sei es nun als optischer Hingucker vom Strand bei Vrouwenpolder oder bei einer Detailbesichtung auf dem Wehr selbst. Du kannst auf der Anlage wandern, die Träger ganz nah inspizieren und senkrecht runter auf die tosende Nordsee schauen. Auf dem Wehr befindet sich ein breiter Fahrradweg. Auf dem gesamten Streckenabschnitt gibt es kleine Buchten, sogar eine frituur und eines der besten Kitereviere der Niederlande. Während der Errichtung des Wehrs wurde die künstliche Arbeitsinsel „Neeltje Jans“ angelegt. Heute befindet sich dort ein großer Freizeitpark.

 

Ein Beitrag von mevrouw Betty. Mehr von dieser Autorin? Klick dazu auf das Schaf.  

 

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