Ortseingangsschild Gapinge

Gapinge – Von einer Kirche, einer Mühle und einem Fluchthügel!

Ortszentrum Gapinge

Ortszentrum Gapinge

Ein kleines, aber feines Dorf, so könnten wir das im Osten von Walcheren gelegene Gapinge bezeichnen. Es gibt ja eine Menge kleinerer Ortschaften auf der Halbinsel und sie alle haben ihren Reiz für Besucher. Gapinge kann jedoch mit einem Dreiklang aufwarten: Kirche, Windmühle und? Hier findet Ihr als besonderes Highlight einen Fluchthügel, der sich noch heute umrunden lässt. Die mittelalterlichen Aufschüttungen dienten dem Schutz vor Hochwasser. Darüber hinaus waren sie auch als Standpunkte für Wachtürme zum Überblicken der Gegend gedacht.

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Zur Historie des Dorfs Gapinge

Torenkerk von Gapinge

Außergewöhnliche Architektur – die Torenkerk in Gapinge

Mit nicht ganz 500 Einwohnern ist Gapinge fast schon winzig im Vergleich zu den meisten anderen Dörfern der Region. Doch auch hier zeigen sich die zahlreichen Eingemeindungen und Umstrukturierungen der Flächen auf Walcheren. Vor etwa 200 Jahren war der Ort eine eigene Gemeinde. Heute gehört Gapinge jedoch zur großen Gemeinde Veere mit seinen zahlreichen weiteren Dörfern. Und auch wenn es ein paar Hundert der Einwohner sicher nicht gerne hören, auf mich wirkt Gapinge wie ein Vorort von Veere. Und auf mich wirkt Gapinge nicht wie ein typisches zeeuwse Ringdorf. Die Hauptstraße führt schnurstracks durch das Örtchen – vorbei an der Kirche. Und diese wiederum ist wirklich imposant.

 

Wenn Ihr die örtliche Kirche mit Namen Torenkerk besichtigt, dann schaut Euch mal die gemauerten Übergänge vom gotischen Turmhelm aus an. Dieser Teil ist das älteste Stück des Kirchengebäudes, das an dieser Stelle schon vor gut 600 Jahren das Dorf Gapinge überblickte.

 

Geschichte und Kirche von Gapinge – beides gehört eng zusammen

Gesiedelt wurde in Gapinge schon im Mittelalter. Davon zeugen die Kirchenbauten (sicher ab dem 13. Jahrhundert) mit zahlreichen Erweiterungen. 2016 feierte Gapinge den eigenen 800. Geburtstag. Immer wieder musste saniert, abgerissen, neu entworfen werden. Auf Walcheren sind die Kirchenhäuser nicht nur für Kenner der Architektur eine Empfehlung. Selten sind Übergänge und Stile der Epochen so eindrucksvoll zu studieren wie an den Sakralbauten der Halbinsel. Wobei natürlich auch die örtlich stets zuverlässig tiefe Frömmigkeit zu immer wieder neuer Bautätigkeit anregte. Schaut Euch dazu mal die Torenkerk im Zentrum von Gapinge an. Die Turmkirche trägt ihren Namen völlig zu Recht. Denn der Turm ist nicht nur der älteste Teil der „Kerk“, er ist auch der außergewöhnlichste. Auf dem eigentlichen runden Turm sitzt ein achteckiger Aufsatz, auf dem wiederum eine große, gotische Spitze ruht.




Der Vliedberg und der Deich

Vliedberg in Gapinge

Heute ein Hügelchen auf dem Pferde grasen – früher ein Vliedberg

Doch schauen wir uns den eingangs erwähnten Fluchthügel genauer an. In Gapinge ist ein solcher “Vliedberg” sehr gut erhalten. Angelegt wurden die Erhöhungen zum Schutz vor dem auf Walcheren stets drohenden Hochwasser. Zwar können die Fluchthügel keinen ganzen Ort aufnehmen wie beispielsweise die Warften auf Hallig Hooge. Doch zusätzlich wurde die künstliche Aufschüttung auch als praktischer Wachtturm genutzt. Bis zu zehn Meter in die Höhe kann ein Vliedberg ragen. Damit ist in den „Niederlande“ die Umgebung bestens in Blick!
Oldtimer-Trecker-Treffen in Gapinge

Oldtimer-Trecker-Treffen in Gapinge

Rund um die Mühle von Gapinge finden immer wieder Veranstaltungen statt. So gibt es regelmäßig Treffen von Oldtimer-Traktoren. Die Mühle kann auch bestiegen und besichtigt werden. Gegenüber findest du einen bestens sortierten Bauernhofladen.

 

Gapinge – der Vliedberg vorvorgestern und heute

In der Mühle von Gapinge

In der Mühle von Gapinge

Als die Küste von Zeeland eingedeicht und damit effektiver geschützt wurde vor den Fluten des Meeres, verloren die Fluchthügel zunehmend an Bedeutung. Heute stehen sie als irdene Zeugen unter Denkmalschutz. Nachdem von den ehemaligen Wachttürmen keiner mehr erhalten ist, könnt Ihr heute nicht mehr so ein wachsames Auge schweifen lassen, wie es die einstigen Hüter taten. Jetzt hast du den besten Blick von der Plattform der Mühle von Gapinge, deren Besichtigung auch von innen ein echtes Erlebnis ist. Dort kannst du sogar frisch gemahlenes Mehl einkaufen. Natürlich finden auch regelmäßig Turniere der Ringreiter in dem Dorf statt. Aus Gapinge kommt übrigens die Mannschaft der Ringstecher, die es in den 80er Jahren als bisher als einzige schaffte alle 90 Ringe des Turniers zu treffen. Das ist danach keiner Mannschaft in Zeeland mehr gelungen.

 

 

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